Lebenswerte Zukunft in Bad Berleburg – Univ.-Prof. Dr. Dr. Björn Niehaves beleuchtet die Chancen der Digitalisierung

Lebenswerte Zukunft in Bad Berleburg – Univ.-Prof. Dr. Dr. Björn Niehaves beleuchtet die Chancen der Digitalisierung

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Die Stadt Bad Berleburg stellte am Mittwoch, den 9. Mai 2018, im Rahmen des Gesamtprozesses „Bad Berleburg – Meine Heimat 2030“ Perspektiven der Stadtentwicklung vor. In der Aula des Johannes-Althusius-Gymnasiums wurde präsentiert, welche Kernziele verfolgt werden, um zukunftsrelevante Themen in den kommenden Jahren gemeinsam anzugehen.

Der Impulsvortrag von Herrn Univ.-Prof. Dr. Dr. Björn Niehaves, Direktor des Forschungskollegs der Universität Siegen (FoKoS), lieferte in diesem Zuge wichtige Einblicke. Beispielhaft wurde der Nutzen von Smart Brands oder Smart Glasses für die Unternehmerinnen und Unternehmer der Region aufgezeigt und die Potentiale der Digitalisierung für die zukünftige Stadtentwicklung herausgearbeitet. „Es geht um Sichtbarkeit und Bürgernähe“, betonte Univ.-Prof. Dr. Dr. Björn Niehaves, schließlich sei Digitalisierung das, was aus ihr gemacht werde. Entlang zahlreicher Nachfragen aus dem Publikum wurde wiederholt hervorgehoben, dass Digitalisierung ferner eine Gemeinschaftsaufgabe sei. „Die Voraussetzungen sind Neugier, Problemlösungswille und Zusammenarbeit“, fasste Univ.-Prof. Dr. Dr. Björn Niehaves zusammen.

Angefangen bei einem Netzwerk für die Fachkräftesicherung in Wittgenstein wurde im weiteren Verlauf der Veranstaltung auch der aktuelle Stand zum Breitbandausbau thematisiert. Im anschließenden Unternehmergespräch wurden im offenen Rahmen Maßnahmen erörtert, die die Kommune angesichts des technologischen Wandels verfolgen könnte. Bad Berleburg ist die zweitgrößte kreisangehörige Flächenkommune in Nordrhein-Westfalen und brauche maßgeschneiderte Lösungen. Bürgermeister Bernd Fuhrmann verdeutlichte, dass seine „Stadt der Dörfer“ ihre Zukunft aktiv gestalten möchte, um der Bevölkerung eine liebens- und lebenswerte Zukunft im ländlichen Raum bieten zu können. Die Einbindung externer Experten sei ihm ein wichtiges Anliegen.

„Wer sich eine höhere Lebensqualität wünscht, kommt nicht drum herum, die Digitalisierung des ländlichen Raums mitzudenken“, ergänzte die wissenschaftliche Mitarbeiterin Frederike Oschinsky. Eine durchdachte Strategieentwicklung und Vernetzung könne für Bad Berleburg und die Region Südwestfalen insgesamt in vielen Bereichen eine große Chance sein. Das Land Nordrhein-Westfalen insgesamt begrüße die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit der Digitalisierung seiner Kommunen schließlich über die einzelnen Gemeinde- und Stadtgrenzen hinweg. Die landesweite Studie „Digitalisierungsstrategien für Kommunen“ des Forschungskollegs trage zur Entwicklung einer strategischen Basis künftiger Projekte bei. Sie wurde am 3. Mai 2018 in Düsseldorf vorgestellt.

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